Technologie

Wie funktioniert das Bolzenschweißen mit Hubzündung?

Bei diesem Schweißverfahren dient als Energiequelle ein Schweißgleichrichter, der einen kontinuierlichen, durch Zeit und Stromstärke regelbaren Schweißstrom liefert. Die Schweißzeit beträgt 0,1 - 2,0 Sek. Als Hilfsmittel wird in der Regel ein Keramikring verwendet.

 

Die Bolzenspitze berührt das Werkstück. Der Bolzen hebt vom Werkstück ab, Lichtbogen wird gezündet. Bolzen taucht in das Schweißbad, Material erstarrt und der Bolzen ist aufgeschweißt


Wo findet diese Technik ihre Anwendung ?

Aufgrund der größeren Einbrenntiefe von ca. 1 - 3 mm wird dieses Verfahren hauptsächlich an Werkstücken ab 2 mm Dicke eingesetzt. Dieses Verfahren erzeugt hochwertige Schweißverbindungen und eignet sich für hohe und sicherheitstechnisch relevante Ansprüche. Der Einsatz dieses Verfahrens hat sich z.B. im Stahlbau, Maschinenbau, Schiffsbau, Hoch- und Tiefbau, Kraft- und Kernkraftwerksbau, Kesselbau, Apparatebau, Isolierbau, Stahlbetonfertigteilebau usw. bestens bewährt.





 
 

Wie funktioniert das Bolzenschweißen mit Spitzenzündung ?

Bei diesem Schweißverfahren wird die gespeicherte Energie einer Kondensatorbatterie in der extrem kurzen Zeit von 1 - 3 ms (0,001 - 0,003 Sek.) über die Zündspitze der Schweißelemente entladen. Hilfsmittel wie Schutzgase oder Keramikringe werden nicht benötigt.

 

Die Bolzenspitze berührt das Werkstück. Der Lichtbogen wird eingeleitet. Der Lichtbogen erzeugt eine dünne Schmelzzone am Bolzen und Werkstück. Bolzen taucht in das Schweißbad, Material erstarrt und der Bolzen ist aufgeschweißt.


Wo findet diese Technik ihre Anwendung ?

Aufgrund der sehr geringen Einbrenntiefe von ca. 0,1 mm wird dieses Verfahren hauptsächlich für das Bolzenschweißen auf dünnwandige Bleche ab 0,5 mm Dicke eingesetzt. Dabei hinterläßt die Schweißung bei den meisten Blechen keine Spuren. Selbst bei dünnen Blechen entstehen auf der Rückseite (Sichtseite) keine Markierungen, Verfärbungen oder Verformungen, auch bei kunststoffbeschichteter oder galvanisch behandelter Oberfläche.